Die von den Wohnungseigentümern geleistete Instandhaltungsrücklage gem. § 21 Abs. 5 Nr. 4 WEG ist als Verwaltungsvermögen anzusehen.Der Anteil eines jeden Wohnungseigentümers am Verwaltungsvermögen ist sonderrechtsunfähig. Daher geht diese nach wohl überwiegender Meinung kraft Gesetzes auf den Rechtsnachfolger über (Staudinger BGB, Einleitung zum WEG Anm. 51; Armbrüster DNotZ 2003, 513). Der Rechtsnachfolger haftet jedoch nicht für etwaige rückständige Verpflichtungen des Rechtsvorgängers gegenüber der Gemeinschaft.

Bei der rechtsgeschäftlichen Veräußerung des Wohnungseigentums geht auch das Verwaltungsvermögen und damit die Instandsetzungsrücklage auf den Erwerber übergeht.
Berücksichtigt wird dies regelmäßig bei der Höhe der Kaufpreisbemessung.Enthält der notarielle Kaufvertrag hierzu keine Regelungen, bezieht sich der vereinbarte Kaufpreis auf das Wohnungseigentum, wozu das gesamte Verwaltungsvermögen und damit die Instandhaltungsrücklage gehört.