Am 4.Februar 2010 haben Deutschland und Frankreich ein Abkommen über den Güterstand der "Wahl-Zugewinngemeinschaft" unterzeichnet. Gegenüber der sowohl in Frankreich als auch in Deutschland existierenden Zugewinngemeinschaft finden sich einige Besonderheiten, insbesondere hinsichtlich der Berücksichtigung von Immobilien und Schmerzensgeldansprüchen. Dieser neue Güterstand kann nicht nur von deutsch-französischen Paaren genutzt werden, sondern beispielsweise auch von zwei deutschen Ehegatten. Im Rahmen ihrer regelmäßigen Treffen - den sog. dt.-fr.Ministerräten - haben Deutschland und Frankreich am 4. Februar 2010 ein Abkommen über den Güterstand der Wahl-Zugewinngemeinschaft unterzeichnet. Nachdem Versuche, zu einer Vereinheitlichung materiellen Familienrechts zu kommen, auf europäischer Ebene bisher gescheitert sind (zuletzt: Rom III), kommt dieser erfolgreichen binationalen Initiative besondere Bedeutung zu: Damit wird erstmals auf einheitliches Recht in zwei europäischen Staaten im Familienrecht gesetzt.

Sobald der Staatsvertrag von beiden Ländern ratifiziert worden ist, kann dieser neue Güterstand vereinbart werden.

Link: http://www.bmj.bund.de/files/-/4324/Erl%C3%A4uterungen%20zum%20deutsch-franz%C3%B6sischen%20Abkommen%20%C3%BCber%20den%20G%C3%BCterstand%20der%20Wahl-Zugewinngemeinschaft.pdf

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